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15. Mai 2009

Wenn der Morgen erwacht

…und man selbst nicht wieder erwachen möchte. Nie wieder!

Sich vielleicht überlegt, wie die letzten Stunden vor dem Dahinraffen in Morpheus’ Reich ausgesehen haben und plötzlich ein sehr ungutes Gefühl bekommt. Ein Geistesblitz zuckt durchs erwachende Hirn und man reißt die Augen auf. ‘Oh Gott. Oh Nein. Lass das nicht wahr sein.‘ Langsam und zögernd dreht sich der Kopf auf die Seite und erblickt ein fremdes Gesicht, dass sich die künstliche Verfärbung die ganze Nacht schon am Kopfkissen abgerieben hat. Sie schläft noch. Sehr gut. ‘Wer ist sie eigentlich und seit wann habe ich sie im Schlepptau?‘ Nervöses Kramen im Erinnerungskatalog. Die Einträge des Vorabends sind eine lose Zettelsammlung. ‘Kein Wunder, dass ich mich nicht erinnern kann!‘ Ein verschwommenes Polaroid taucht auf. Es ist das Bird. ‘Da waren wir zuletzt. Aber da war sie schon von Anfang an dabei. Wo war ich (oder wir) davor? Und kann mal jemand den Namen der Dame besorgen, bevor sie aufwacht?!‘ An solchen Morgen stelle ich fest, dass so ein Extra-Hirn schon gut wäre. Weil man seins verloren hat. Vielleicht via USB oder als Pille. Need a Brain? In your face! Oder im Nutella drin. Albert Einstein frühstückt Nutella. Das wäre die Werbung schlechthin! Oder als Zäpfchen? Neu! Hirn für’n Arsch! Ich muss schmunzeln. Der Humor ist schonmal munter. Lächeln geht auch. Gut, denn lächeln wird gleich wichtig sein, wenn  Wie hieß sie jetzt? Und woher kommt sie? … aufwacht. Da muss ich halbwegs die Panik überlächeln können. Es gibt nicht schlimmeres am Morgen, als munter zu werden und in ein fremdes Gesicht zu schauen, dessen Blick einem unmissverständlich klarmacht: Du warst ein Fehler.

Naja. Vielleicht ist auch alles anders…

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