betrieben
treiben verfängt sich schweben
schweigen verstummt alles
worte stehen lose
schatten folgen schattenfolgen
wege flüchten den schatten
verfluchte schattenflucht
sonniges versteck
hinterm mond
kalt, klar, nüchtern
und doch: licht.
gemütliche neonröhren
schlagen aufs gemüt
ein. mal will ich sein
ohne zu schweigen
Heimgesucht
Wieder höre ich sie sagen
Wieder da sei nun ihr Herz
Wieder schlägt meins nach langen Tagen
Wieder fort der wilde Schmerz
Wieder fasst mich ihre Hand
Wieder greift sie sanft nach mir
Wieder spür’ ich unser Band
Wieder spür’ ich sie bei mir
Wieder wag’ ich einen Blick
Wieder blicke ich zur Seite
Wieder geht der Blick ins Weite
Wieder nur ein Missgeschick
Wieder greift die Hand ins Leere
Wieder weicht nur Luft zurück
Wieder greift mich nur die Schwere
Wieder weicht die Welt ein Stück
100326
Die Amsel
Die Amsel ist gegangen
kann hier nimmer sein
so süß die Lieder klangen
sie sollten doch nicht sein.
Die Amsel ist verflogen
und mit ihr jeder Ton
Mit ihr die Lieder zogen
Was blieb dröhnt monophon.
Die Amsel nun im Himmel
geht in die Heernschar’n ein
nur eine Stimme im Gewimmel
der angenehmen Melodein
Ich sehe ihr Gefieder
doch nur als dunklen Fleck
Und ihre süßen Lieder
sind und bleiben weg
100323
von innen
Bin in mir drinnen
dringe tief in mich ein
Kann mich nicht verlieren
bin doch hier zum Einsam sein
Bin in mir drinnen
wo ich mich tiefer nicht spür
Mit all meinen Sinnen
finde ich vor mir Gehör
Bin in mir drinnen
am innersten Ort
Dumpf klingt das Außen hier
klar mein Wort
Bin in mir drinnen
nehme mich in mir auf
Beladen ohne Last
beginnt der nächste Lauf
Nachtgespenst
Fast konnt’ ich’s zum Momente sagen
Doch dann
Einschlag
Hinuntersacken
Aufschlag
Platzen
Fließendrot
Hilfloses Entsetzen
Inmitten Normalität
Anrufen
Helfen
Reden
von beängstigender Realität
Lebe ich in andren Welten?
Sehe ich nicht, dass das geschieht?
Wo spielt das Leben,
wo seine Bühne?
Dass meines sowas selten sieht?
Schweigen
Um Fassung ringen
In der unfassbaren Welt
Kein Halten
Bloßes Treiben
Muss weg
Wo mich nichts mehr hält
Engel
wir sind engel, nicht?
wir fühlen, was nicht zu beschreiben ist
wir tun, was nicht zu verstehen ist
wir schweben durch räume
die nicht zu sehen sind
wir haben träume
die nicht zu leben sind
wir sind engel nicht
wir beschreiben, was wir nie fühlen
wir verstehen, was wir nie tun
wir leben in räumen,
die uns beengen
wir ignorieren träume,
weil sie nicht wirklich werden
wir sind menschen doch
sind gottes kinder
sind klein
doch wachsen wir
und lieben
und lernen
zu fliegen
doch sind wir menschen
unser eigen kreation
lassen leben
lassen lieben
manchmal können
seelen fliegen
wir sind menschen
wenn wir denken
wenn wir lieben
sind wir engel
Egos Monolog
Ich diene Dir
Dein Leben lang
Deine Schritte
gehen wir zusammen
Ich kenne Dich
mein Leben lang
Deinen Gedanken
sind mein Weg
Ich schätze Dich
mein Leben lang
Deine Kämpfe
sind mein Sinn
Dir diene ich
bin der Welt
was sie erblickt
von Dir
Dich kenne ich
bin Teil von Dir
bin was Du willst
oder nicht
Dich schätze ich
vor aller Welt
Dein sind meine Waffen
ist mein Leben
Ich brauche Dich
sonst wär’ ich nicht
kämpf’ jeden Kampf
um unser Leben
Ich bin Dein Schwert,
Dein Schild, Dein Roß
Bin Deine Stärke,
Dein Garant
Du bist mein Quell,
mein Elixier
bist meine Stärke
meine Kraft
Deine Furcht
ist mein Brot
Dein Zweifel
mein Saft
Bleib so
fürchte, zweifle, flieh
so kann ich Dich schätzen
Ich fleh’ Dich an
Fürchte Dich!
um Deinetwillen
Fürchte Dich!
für Dich und mich
Bitte
fürchte Dich
für mich
Deine Furcht ist mein Leben.





