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Artikel, die mit dem Schlagwort »kein Kopfgedicht« versehen wurden

15
Jun

betrieben

treiben verfängt sich schweben
schweigen verstummt alles
worte stehen lose

schatten folgen schattenfolgen
wege flüchten den schatten
verfluchte schattenflucht

sonniges versteck
hinterm mond
kalt, klar, nüchtern
und doch: licht.

gemütliche neonröhren
schlagen aufs gemüt
ein. mal will ich sein
ohne zu schweigen

26
Mrz

Heimgesucht

Wieder höre ich sie sagen
Wieder da sei nun ihr Herz
Wieder schlägt meins nach langen Tagen
Wieder fort der wilde Schmerz

Wieder fasst mich ihre Hand
Wieder greift sie sanft nach mir
Wieder spür’ ich unser Band
Wieder spür’ ich sie bei mir

Wieder wag’ ich einen Blick
Wieder blicke ich zur Seite
Wieder geht der Blick ins Weite
Wieder nur ein Missgeschick

Wieder greift die Hand ins Leere
Wieder weicht nur Luft zurück
Wieder greift mich nur die Schwere
Wieder weicht die Welt ein Stück

100326

23
Mrz

Die Amsel

Die Amsel ist gegangen
kann hier nimmer sein
so süß die Lieder klangen
sie sollten doch nicht sein.

Die Amsel ist verflogen
und mit ihr jeder Ton
Mit ihr die Lieder zogen
Was blieb dröhnt monophon.

Die Amsel nun im Himmel
geht in die Heernschar’n ein
nur eine Stimme im Gewimmel
der angenehmen Melodein

Ich sehe ihr Gefieder
doch nur als dunklen Fleck
Und ihre süßen Lieder
sind und bleiben weg

100323

13
Mrz

Augen

dunkel, schwarz fast.
ohne glanz leuchten.
sprechen, erzählen…
nichts. und doch.

100212

11
Jun

von innen

Bin in mir drinnen
dringe tief in mich ein
Kann mich nicht verlieren
bin doch hier zum Einsam sein

Bin in mir drinnen
wo ich mich tiefer nicht spür
Mit all meinen Sinnen
finde ich vor mir Gehör

Bin in mir drinnen
am innersten Ort
Dumpf klingt das Außen hier
klar mein Wort

Bin in mir drinnen
nehme mich in mir auf
Beladen ohne Last
beginnt der nächste Lauf

4
Mai

Nachtgespenst

Fast konnt’ ich’s zum Momente sagen
Doch dann
Einschlag
Hinuntersacken
Aufschlag
Platzen
Fließendrot
Hilfloses Entsetzen
Inmitten Normalität
Anrufen
Helfen
Reden
von beängstigender Realität

Lebe ich in andren Welten?
Sehe ich nicht, dass das geschieht?
Wo spielt das Leben,
wo seine Bühne?
Dass meines sowas selten sieht?

Schweigen
Um Fassung ringen
In der unfassbaren Welt
Kein Halten
Bloßes Treiben
Muss weg
Wo mich nichts mehr hält

1
Sep

Engel

wir sind engel, nicht?
wir fühlen, was nicht zu beschreiben ist
wir tun, was nicht zu verstehen ist

wir schweben durch räume
die nicht zu sehen sind
wir haben träume
die nicht zu leben sind

wir sind engel nicht
wir beschreiben, was wir nie fühlen
wir verstehen, was wir nie tun

wir leben in räumen,
die uns beengen
wir ignorieren träume,
weil sie nicht wirklich werden

wir sind menschen doch
sind gottes kinder
sind klein
doch wachsen wir
und lieben
und lernen
zu fliegen

doch sind wir menschen
unser eigen kreation
lassen leben
lassen lieben
manchmal können
seelen fliegen

wir sind menschen
wenn wir denken
wenn wir lieben
sind wir engel

7
Aug

Egos Monolog

Ich diene Dir
Dein Leben lang
Deine Schritte
gehen wir zusammen

Ich kenne Dich
mein Leben lang
Deinen Gedanken
sind mein Weg

Ich schätze Dich
mein Leben lang
Deine Kämpfe
sind mein Sinn

Dir diene ich
bin der Welt
was sie erblickt
von Dir

Dich kenne ich
bin Teil von Dir
bin was Du willst
oder nicht

Dich schätze ich
vor aller Welt
Dein sind meine Waffen
ist mein Leben

Ich brauche Dich
sonst wär’ ich nicht
kämpf’ jeden Kampf
um unser Leben

Ich bin Dein Schwert,
Dein Schild, Dein Roß
Bin Deine Stärke,
Dein Garant

Du bist mein Quell,
mein Elixier
bist meine Stärke
meine Kraft

Deine Furcht
ist mein Brot
Dein Zweifel
mein Saft

Bleib so
fürchte, zweifle, flieh
so kann ich Dich schätzen

Ich fleh’ Dich an
Fürchte Dich!
um Deinetwillen
Fürchte Dich!
für Dich und mich

Bitte
fürchte Dich
für mich

Deine Furcht ist mein Leben.

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