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Artikel, die mit dem Schlagwort »Die Partei« versehen wurden

29
Jan

Ich hätte da mal eine Frage…

Gerade bekomme ich den neuesten Dienstagsbrief per Mail zugeschickt. Die Landtagswahl in Hessen bestimmt natürlich das Rundschreiben des Berliner Landesverbandes. Und selbstverständlich wird der große Vorsitzende wieder und wieder zitiert. Gleich die erste Überschrift lässt ihn von einer solidarischen Mehrheit für die SPD sprechen.

Das ist an mir vorbeigegangen. Bis jetzt.

Nun. Solidarische Mehrheit. Was bitte ist eine solidarische Mehrheit? Mein Schädel fängt langsam an zu qualmen. Ich meine, ich hätte eine recht gute Schulbildung genossen und bilde mir auch ein, mich halbwegs gewählt ausdrücken zu können.

Als geborener NeuBundesländler hat man ja eine innige Beziehung zu diesem Wort: Wennimmer irgendwo wer eine Keule gegen einen Anderen schwingen wollte, waren wir solidarisch mit dem Unterjochten. Geschenkt.

Ansonsten… nun… das klingt wie: Wir sind der Weltmeister der Herzen. Knapp daneben ist aber trotzdem noch immer vorbei, oder? Also Euphemismen in allen Ehren, aber das wäre dann doch eine Nummer zu dick, selbst für den großen Vorsitzenden.

Eine solidarische Mehrheit…
Reicht meine geistige Intelligenz einfach nur nicht aus, um die feinstsinnige Dialektik des großen Vorsitzenden zu erkennen oder ist am Ende meine Emotionale im Recht und das ist ein verbaler Übergriff auf die uns allen mütterlich verbundene Sprache?

In meiner mich zur Verzweiflung bringenden Unwissenheit habe ich also der Partei geschrieben und um Unterweisung gebeten. Mal schauen, was sie antwortet. Aber eigentlich ist es doch egal, denn die Partei hat doch immer Recht. Huch, kleine Verwechslung.

P.S.: Kann sich eine Mehrheit mit sich selbst solidarisch erklären? Oder besser: Die Minderheit erklärt sich mit der Mehrheit solidarisch. Nee, das ist eine Wiedervereinigung.

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