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Artikel der Rubrik »putzig«;

26
Mai

Alf? E.T.? Elvis?

Gerade lese ich im heise-ticker, dass Phoenix nun gelandet sei. Ich folge den Links und komme auf die Missionsseite bei der NASA. Plötzlich stolpere ich über ein Bild und denke mir: Na hoi, wer bist Du denn? Wieder eine Aktion a la Kubrick? Oder wie oder was? Wieder wehende Fahnen im luftleeren Raum?

6
Mai

Ein deutliches Zeichen für Urlaub ist

…wenn man fröhlich telefoniert, eine leere Flasche Bier findet und in den Kasten stellt, sich anschließend eine Neue herausnimmt und selbige öffnet, zum Schrank geht und ein Glas herausnimmt, das Bier einschenkt und erst beim ersten Schluck merkt, dass man (a) Bier trinkt, es (b) eigentlich noch viel zu früh dafür ist und (c) – und das ist das Schlimmste – das schöne Frühchen auch noch aus einem Glas trinkt.

3
Apr

George W. Bush ist ein Vorbild für alle guten Christen

Tja wie jetzt?
Na, ist ja ganz einfach: Der Teufel steckt bekanntlich im Detail und um eben diese Details kümmert sich der gute Mann bekanntlich ja nun herzlich wenig. Schließlich ist er Christ und da will man mit seinem Widersacher so wenig wie möglich in Verbindung gebracht werden, ansonsten gibt’s höchstens Stehkarten beim jüngsten Gericht. Also hält er sich von Details fern. Besser ist das. Oder so.

18
Mrz

Der Frühling ist da! Endlich wieder Eiszeit!

29
Jan

Geständnis

Gerade saß ich ganz unschuldig im Wohnzimmer und hatte ein Buch vor der Nase, dass ich mir seit ungefähr siebeneinhalb Jahren zu Gemüte führen will. Ich lese also fröhlich vor mich hin und auf einmal macht es PENG! und ich bin verliebt. Von einer Femtosekunde auf die nächste. Sie heißt Python und ist meine neue Lieblingsskriptsprache. :-)

23
Jan

Hallo. Mein Name ist Marcus und ich habe ein Problem…

Ich bin süchtig und die Sucht ist völlig außer Kontrolle.

Mir geht es wie Samson von der Rettungstruppe: Wenn ich es einmal in der Nase habe, ist es um mich geschehen.

Ja: Ich muss täglich Käse konsumieren, um über die Runden zu kommen und
Ja: Es ist mir völlig gleich, von welchem Tier und aus welchem Land das Zeug kommt, Hauptsache, es riecht nach Tier oder Stall.

Ja: Ich bin die Käse-Amy-Winehouse. (Nagut das ist jetzt übertrieben.)
Ich habe schon versucht, wieder zurück zur Wurst zu kommen, aber so sehr ich er auch versuchte, dem Drang nach schimmliger tierischer Muttermilch konnte ich nicht lange widerstehen.

An dieser Stelle ist es mir ein dringenstes Bedürfnis, dem Miescha dafür zu danken, dass er mir geholfen hat, mein Problem zu erkennen.

22
Dez

Ganz viel mit wenig

Heute gibt’s nicht viel. Nur ein Spinnennetz, auf dem ein wenig Raureif niedergegangen ist. [Ich glaube, man hätte die Ästhetik des Schriftbildes in höherem Maße bei der Rechtschreibreform mit einbeziehen müssen. Rauh in Rau zu verkürzen ist schon ein übler Frevel.]

13
Feb

neulich bei Herrn Beckmann

Es ist immer wieder ein Erlebnis zu sehen, wie sich Beckmanns Gäste erniedrigen lassen, um ein wenig Publicity zu ergattern. Ebenso unterhaltsam ist es auch, sich selbst immer wieder dabei zu ertappen, doch auf die Gäste gespannt zu sein, obwohl man doch weiß, dass Herr Beckmann ein denkbar ungeeignetes Gegenüber für ein auch nur ansatzweise tiefergehendes Gespräch ist. Jedesmal denkt man sich vorher: «Mensch, das musst Du sehen, das ist bestimmt toll» und jedesmal denkt man sich währenddessen: «Meine Güte, das kann der doch nicht ernst meinen» oder «Hat der das jetzt wirklich gesagt?»

Ein Beispiel: Nichtsahnend erwartet man eine Unterhaltung über die Kommune 1 und erlebt stattdessen einen offenbar tiefsitzenden Komplex, als es darum geht, die durchaus provokante These, ob eine ganze Generation nun Mittäter des Dritten Reiches sein kann oder nicht, zu diskutieren. Es interessiert den Zuschauer im Grunde genommen herzlich wenig, ob und wie intensiv Herr Beckmann mit seinem Vater über diese Zeit geredet oder – man glaubt es fast nicht – diskutiert hat, dennoch hat der Moderator die sensationelle Gabe, seinen Vater und dessen Schuld oder Unschuld am dritten Reich zu verteidigen und Herrn Langhans damit im gleichen Atemzug stark zu brüskieren. Vielleicht soll es dem Zuschauer aber auch eins verdeutlichen: Hier ist ein Moderator, der auch das letzte Stück seines Wesens in die Waagschale wirft, um authentisch zu wirken. Vielleicht versucht er ja auch, der Fels in der Brandung des wertneutralen Unterhaltungsfernsehens zu sein. Vielleicht ist es ja wirklich so: Hier steht einer, der lieber auf die die Gastfreundschaft begleitende Höflichkeit seinen Gästen gegenüber verzichtet, als auf einen seiner Werte.

Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht ist der professionelle Moderator gar nicht so professionell. Vielleicht stehen auf den Zetteln, von denen er beim Formulieren seiner geist-reichenden Fragen – die zu oft nichts mit dem vorher Gesagten zu tun haben – offenbar abliest, schon fertige Fragen. Das wäre genauso clever, wie eine Frau zu einem romantischen Candle-Light-Dinner auf einer Brücke im Freien mit Tiefkühlpizza zu überraschen. Dann wäre die Professionalität nur eingeübt und käme nicht von Innen heraus. Wie bei einem schlechten Schauspieler.

Zumindest würde das erklären, warum er den Gästen, die offenbar nicht zum auserlesenen Kreise seiner Sympathieträger gehören, seine Nicht-Sympathie geradezu entgegenschleudert und diese plump vor den Kopf stößt. Ebenso wäre es eine Erklärung für seine Körpersprache, die dem ungeübten Betrachter nur zwei Sachen zu vermitteln scheint: Einerseits ist unser Mustermoderator nicht wirklich an dem, was seine Gäste zu sagen haben, interessiert, und ob sie das spüren oder nicht, ist ihm herzlich egal; andererseits ist er aber sehr daran interessiert, klug klingende Fragen mit klugen Worten zu bespicken und zum Besten zu geben. Genau die Qualitäten, die ein Gastgeber von Welt besitzen muss. Was würde Erich Kästner dazu schreiben?

Dennoch bleibt schließlich zu sagen, dass das Sendeformat durchaus sehr viele spannende Punkte enthält, der Moderator ist leider keiner von ihnen. Vielleicht wäre es an der Zeit, darüber nachzudenken, ob Herrn Beckmann mit weniger Sendungen und Gästen geholfen wäre, weil es ihm die Möglichkeit gäbe, sich intensiver auf seine Gäste vorzubereiten und die klugen Fragen mit den klugen Worten auswendig zu lernen. Vielleicht ist es aber für Herrn Beckmann an der Zeit, sich zu überlegen, ob er es Frau Christiansen gleichtun sollte – zum Wohle des Senders, versteht sich.

Es ist immer wieder ein Erlebnis zu sehen, wie sich Beckmanns Gäste erniedrigen
lassen, um ein wenig Publicity zu ergattern. Ebenso unterhaltsam ist es auch,
sich selbst immer wieder dabei zu ertappen, doch auf die Gäste gespannt zu sein,
obwohl man doch weiß, dass Herr Beckmann ein denkbar ungeeignetes Gegenüber für
ein auch nur ansatzweise tiefergehendes Gespräch ist. Jedesmal denkt man sich
vorher: «Mensch, das musst Du sehen, das ist bestimmt toll» und jedesmal denkt
man sich währenddessen: «Meine Güte, das kann der doch nicht ernst meinen» oder
«Hat der das jetzt wirklich gesagt?»

Ein Beispiel: Nichtsahnend erwartet man eine Unterhaltung über die Kommune 1 und
erlebt stattdessen einen offenbar tiefsitzenden Komplex, als es darum geht, die
durchaus provokante These, ob eine ganze Generation nun Mittäter des Dritten
Reiches sein kann oder nicht, zu diskutieren. Es interessiert den Zuschauer im
Grunde genommen herzlich wenig, ob und wie intensiv Herr Beckmann mit seinem
Vater über diese Zeit geredet oder – man glaubt es fast nicht – diskutiert hat,
dennoch hat der Moderator die sensationelle Gabe, seinen Vater und dessen Schuld
oder Unschuld am dritten Reich zu verteidigen und Herrn Langhans damit im
gleichen Atemzug stark zu brüskieren. Vielleicht soll es dem Zuschauer aber auch
eins verdeutlichen: Hier ist ein Moderator, der auch das letzte Stück seines
Wesens in die Waagschale wirft, um authentisch zu wirken. Vielleicht versucht er
ja auch, der Fels in der Brandung des wertneutralen Unterhaltungsfernsehens zu
sein. Vielleicht ist es ja wirklich so: Hier steht einer, der lieber auf die die
Gastfreundschaft begleitende Höflichkeit seinen Gästen gegenüber verzichtet, als
auf einen seiner Werte.

Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht ist der professionelle
Moderator gar nicht so professionell. Vielleicht stehen auf den Zetteln, von
denen er beim Formulieren seiner geist-reichenden Fragen – die zu oft nichts mit
dem vorher Gesagten zu tun haben – offenbar abliest, schon fertige Fragen. Das
wäre genauso clever, wie eine Frau zu einem romantischen Candle-Light-Dinner auf
einer Brücke im Freien mit Tiefkühlpizza zu überraschen. Dann wäre die
Professionalität nur eingeübt und käme nicht von Innen heraus. Wie bei einem
schlechten Schauspieler.

Zumindest würde das erklären, warum er den Gästen, die offenbar nicht zum
auserlesenen Kreise seiner Sympathieträger gehören, seine Nicht-Sympathie
geradezu entgegenschleudert und diese plump vor den Kopf stößt. Ebenso wäre es
eine Erklärung für seine Körpersprache, die dem ungeübten Betrachter nur zwei
Sachen zu vermitteln scheint: Einerseits ist unser Mustermoderator nicht
wirklich an dem, was seine Gäste zu sagen haben, interessiert, und ob sie das
spüren oder nicht, ist ihm herzlich egal; andererseits ist er aber sehr daran
interessiert, klug klingende Fragen mit klugen Worten zu bespicken und zum
Besten zu geben. Genau die Qualitäten, die ein Gastgeber von Welt besitzen muss.
Was würde Erich Kästner dazu schreiben?
Dennoch bleibt schließlich zu sagen, dass das Sendeformat durchaus sehr viele
spannende Punkte enthält, der Moderator ist leider keiner von ihnen. Vielleicht
wäre es an der Zeit, darüber nachzudenken, ob Herrn Beckmann mit weniger
Sendungen und Gästen geholfen wäre, weil es ihm die Möglichkeit gäbe, sich
intensiver auf seine Gäste vorzubereiten und die klugen Fragen mit den klugen
Worten auswendig zu lernen. Vielleicht ist es aber für Herrn Beckmann an der
Zeit, sich zu überlegen, ob er es Frau Christiansen gleichtun sollte – zum Wohle
des Senders, versteht sich.

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