Skip to content

Artikel der Rubrik »Gedichte«;

15
Feb

Am Meer

Dichter Dunst hochhängender
Wolkendecken will wohl wirklich
die so schön strahlende Sonne
ungestraft übertünchen.

Dicht drängt er eine
weiße Wolkenschicht
scheinheilig hoch
über unserm
unberührten goldgelben
Sandstrand.

Doch die
so schön strahlende Sonne
- ein ewiges Einzelkind -
kennt keine Konkurrenz

Es eilen stark-sanft-stark
wehende Winde um Übleres
- einen todtraurigen Tag etwa -
von vornherein zu zeitigen.

Ergänzend erwärmt
die so schön strahlende Sonne
das darbende Meer mit
ihrer innigen
leidenschaftlichen Liebe.

Dieses dankt ihr,
indem es eifrig
das dunstfreie Firmament feierlich
mit meisterhaft
blauer Brillanz begrüßt.

Inzwischen ist unser
unberührter goldgelber Sandstrand
von vielen Bewunderern
bevölkert.

Sie saugen jenes… ja
bisweilen Bizarre
in ihr Innerstes auf.
Möglicherweise möchte
jetzt jeder einfach eine
Bräunung bekommen.

Die mit Menschen durchdrungene
See säuselt sanft
süße Geschichten gestriger
Zeiten. Zum Zuhören kommt kaum
einer. Eigentlich wollen wir
bloß baden. Einer Erzählung
in inzwischen alt anheimelnden
Klängen kann kein Mensch mehr
folgen. Frustriert macht Meer
was wir wirklich wollen:
Wellen.

050710

14
Feb

Alliterationen zum Valentinstag

Sanft salziges Schmachten schafft
wilde Wut. Wollüstig will
eine egoistisch-einnehmende, einfach
kindsköpfig kontrollierte Kicherkaskade
durch dreiste Dunkelheit deprimieren.
Aber angesichts aufrichtig abgöttischer
Liebe lacht Leben lauthals.
Noch nichtigere Narreteien nagen,
von Vielbesserfühlerei völlig verkümmert, vergeblich
am als allgemein als Allerstärksten
bekannten, beiläufig bisweilen Brust
genannten, genau genommen glühendes,
heiliges Herz heißendes Himmelsstück
im Inneren. Immer inniger ist
dieses durch direkten Druck der
langsamen Leidenschaften, lieblich-leichtfüßig
gewordener Gesten, glamourös gewachsener
Seilschaften sowie sensibler Stimmungen
geworden. Genau genommen
hat heute hier heimlich
ein einfacher, eigens entwicklter
plötzlich passierter Putsch plausibel
die derzeitige Demoskopie durchaus
bewiesen. Bekanntermaßen befehlen bei
Verstandessachen Verstandeskräfte. Vielleicht verfügen
aber auch Andere – Außenstehende -
über übungsreiche, übernatürliche – übrigens
friedfertige – Fähigkeiten?
Doch diesem Diktat darf
keiner kleine Kummer klagen.
Freiheit fürs Fühlen!
Demut dem Denken!

11
Jun

von innen

Bin in mir drinnen
dringe tief in mich ein
Kann mich nicht verlieren
bin doch hier zum Einsam sein

Bin in mir drinnen
wo ich mich tiefer nicht spür
Mit all meinen Sinnen
finde ich vor mir Gehör

Bin in mir drinnen
am innersten Ort
Dumpf klingt das Außen hier
klar mein Wort

Bin in mir drinnen
nehme mich in mir auf
Beladen ohne Last
beginnt der nächste Lauf

4
Mai

Nachtgespenst

Fast konnt’ ich’s zum Momente sagen
Doch dann
Einschlag
Hinuntersacken
Aufschlag
Platzen
Fließendrot
Hilfloses Entsetzen
Inmitten Normalität
Anrufen
Helfen
Reden
von beängstigender Realität

Lebe ich in andren Welten?
Sehe ich nicht, dass das geschieht?
Wo spielt das Leben,
wo seine Bühne?
Dass meines sowas selten sieht?

Schweigen
Um Fassung ringen
In der unfassbaren Welt
Kein Halten
Bloßes Treiben
Muss weg
Wo mich nichts mehr hält

3
Mai

Göttliche Lektion

Seltsam. Soeben durchströmen mich die Worte und ich kann sie kaum fassen noch schreiben, doch dann steht plötzlich die Zeile «hab für euch hierher gefunden» auf dem Weiß und augenblicklich versiegt der Strom ob meiner Anmaßung.

Doch, die Gnade kommet wieder
und durchströmt mich hin zum Schluß,
damit keines ihrer Lieder
ungeendet leben muss. WeiterlesenRead more

1
Sep

Engel

wir sind engel, nicht?
wir fühlen, was nicht zu beschreiben ist
wir tun, was nicht zu verstehen ist

wir schweben durch räume
die nicht zu sehen sind
wir haben träume
die nicht zu leben sind

wir sind engel nicht
wir beschreiben, was wir nie fühlen
wir verstehen, was wir nie tun

wir leben in räumen,
die uns beengen
wir ignorieren träume,
weil sie nicht wirklich werden

wir sind menschen doch
sind gottes kinder
sind klein
doch wachsen wir
und lieben
und lernen
zu fliegen

doch sind wir menschen
unser eigen kreation
lassen leben
lassen lieben
manchmal können
seelen fliegen

wir sind menschen
wenn wir denken
wenn wir lieben
sind wir engel

7
Aug

Egos Monolog

Ich diene Dir
Dein Leben lang
Deine Schritte
gehen wir zusammen

Ich kenne Dich
mein Leben lang
Deinen Gedanken
sind mein Weg

Ich schätze Dich
mein Leben lang
Deine Kämpfe
sind mein Sinn

Dir diene ich
bin der Welt
was sie erblickt
von Dir

Dich kenne ich
bin Teil von Dir
bin was Du willst
oder nicht

Dich schätze ich
vor aller Welt
Dein sind meine Waffen
ist mein Leben

Ich brauche Dich
sonst wär’ ich nicht
kämpf’ jeden Kampf
um unser Leben

Ich bin Dein Schwert,
Dein Schild, Dein Roß
Bin Deine Stärke,
Dein Garant

Du bist mein Quell,
mein Elixier
bist meine Stärke
meine Kraft

Deine Furcht
ist mein Brot
Dein Zweifel
mein Saft

Bleib so
fürchte, zweifle, flieh
so kann ich Dich schätzen

Ich fleh’ Dich an
Fürchte Dich!
um Deinetwillen
Fürchte Dich!
für Dich und mich

Bitte
fürchte Dich
für mich

Deine Furcht ist mein Leben.

6
Jan

Liebesdank

ich danke dir
für all die zauber
für die welt voll phantasien
sie gaben hoffnung
waren festung
und quell von elegien

ich danke dir
fürs  weg-begleiten
für jedes wort, für jeden blick

ich danke dir
fürs aufbereiten
und für den weg zurück

ich danke dir
für deine hand
für deine kraft
für deinen mut

ich danke dir
für alle farben
alle düfte
alle glut

du bist mir bruder
bist mir schwester
bist mir muse
bist mir licht

ich kann dich fühlen
kann dich sehen
und sein die nebel
noch so dicht

du bist in mir
ich kann dich sehen
ich kann dich hören
tag um tag

du bist in mir
nie wirst du gehen
ich halt dich sicher
was auch kommen mag

in mir ist zauber
ist welt voll phantasien
sein sie dir hoffnung
sein dir festung
und raum deiner elegien

Switch to our mobile site