Misanthropen unter sich
Du presst mich an dich, ich weiche zurück. Lasse Dich jagen, jage. Lässt mich jagen, jagst. Ich presse dich an mich, du weichst zurück. Ich bin dir wie jeder Andere. Du bist beliebig. Meine Ambivalenz macht dich anonym. Ich verliere dich in mir. Du nimmst mich mit. Kein Vorgeben, kein Nachsehen.
Deine Blicke fallen über meine her. Ehrliche Dunkelheit in dir und um mich herum. Deine Körper pressen das Hassende in meinen an sich, bis es nach Liebe riecht. Weder Fragen, noch Bitten. Dein Tod ist mein Tod über dich hinaus. Du Zerrst, ich ziehe. Unverblümtes Wollen vollstreckt sich an der Gegenseitigkeit des Scheins.
Stille ringt nach Atem. Du bist was ich bin. Entblößt verdeckst Du mich vor dir.
Dunkelheit. Der Kühlschrank springt an. Scheinwerfer wandern an der Decke.
Morgengrauen. Nackte Füße huschen übers Parkett. Beine kehren mit Hemd zurück. Eine Tür klappt.
Weitere Teile dieser Serie
- Ankommen.
- Begegnung
- Collage
- Heimgesucht
- Herbstgedicht
- Im Matrazenschein
- Lassi & ich
- Letztes Gespräch
- Locken.
- Misanthropen unter sich (dieser Artikel)
- Wer lesen kann...
- Wirklich.
- betrieben
- wie der Beginn eines schlechten sat1-Films...
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gilt nicht nur für misanthropen,,sd. insgesamt für das körperspiel der liebe. meines erachtens