Augen

Collage

marcus 10. März 2010

Dieser Artikel ist der 8. Teil der Serie Gedichte.

Living in a world of dreams France Joli – Come To Me
We’re fated to pretend
 
MGMT – Time To Pretend
Looking for the answer The Killers – Human
Although the words are wrong
 
Blur – The Universal
All the words have been spoken and the prophecy fulfilled Billy Joel – Got To Begin Again
Just what the truth is, I can’t say anymore
 
Moody Blues – Nights in White Satin
I’ve finally come to realize Marit Bergman – Julia
Well, everybody hurts sometimes.
 
R.E.M. – Everybody Hurts
In the gaps, inbetween words Maximo Park – Girls Who Play Guitars
Did I have to make mistakes?
 
Danny Wilson – Mary’s Prayer
For years and years and years and years The Fray – You Found Me
Wonder why the right words never come
 
Eagles – Tequila Sunrise
How long should I stay? Stars – Midnight Coward
How can I go on?
 
Freddie Mercury & Montserrat Caballé – How Can I Go On
No I don’t wanna battle from beginning to end Coldplay – Death and All His Friends
Don’t wanna fight, don’t wanna die
 
The Arcade Fire – Intervention
No i’m not sure if i could handle that Miss Li – Seems Like We Lost It
Though I battle blind.
 
Amy Winehouse – Love Is A Losing Game
I listened to the night time breeze Hercules And Love Affair – This Is My Love
Now I’m smoking cigarettes and I strive for purity
 
Tom Waits – Grapefruit Moon
On that midnight train to Georgia Gladys Knight & the Pips – Midnight Train To Georgia
I found a little piece of you
 
Miss Li – Seems like we lost it
It can warm your lonely nights Randy Crawford – You Might Need Somebody
when you are near
 
Camouflage – Love is a shield
It’s a miracle Queen – The Miracle
You will only get it once Joel Alme – You Will Only Get It Once

100208

Von Kühen und Nahrungsfahrstühlen.

marcus 3. März 2010

British Columbia. Sagt mir etwas… In Vancouver sind die Olympischen Spiele zu Ende gegangen. Unten USA, schräg oben auch USA, links der Ozean, leider nicht von seiner wärmsten Seite, rechts geht’s direkt ins kanadische Nichts und mittendrin: Berge, ein bisschen Felder und hin und wieder eine Stadt.

Hört sich irgendwie nicht so spannend an. Da steppt der Bär bestimmt noch selbst. Oder er lässt steppen. Holzfäller zum Beispiel: YouTube Preview Image

Das mag nicht sehr vielversprechend klingen, ist es vielleicht auch nicht, doch British Columbia hat eine tolle Organisation: Die BCDF. Das steht für British Columbia Dairy Foundation. Der Name reißt einen auch nicht grad vom Schemel. Die BCDF ist das Sprachrohr der Milchwirtschaft British Columbias, Milch-und-Käse-Lobbyisten eben. Non-Profit sind sie obendrein, darauf sind sie scheinbar recht stolz. Eigentlich liegt das in der Natur der Sache begründet: Wäre es nicht ziemlich dreist, wenn sich die Milchbauern von ihrem Hoflobbyisten melken ließen?

Nun ist Lobbyarbeit ein ziemlich zeitraubendes Geschäft. Man muss sich ständig umziehen – hier feiner Zwirn und Zigarren, da Gummistiefel, Latzhose und Selbstgebrannter – und immer diese weiten Strecken. Das geht schon an die Substanz. Irgendwann ist dann die Luft raus und man braucht dringend professionelle Hilfe. DDB Canada und Tangram zum Beispiel. Die wurden auch prompt engagiert und haben sich etwas einfallen lassen. Unter anderem einen ziemlich trashigen Online-Shop für allerlei Undinge des täglichen Bedarfs. Der hat alles, was man sich als digital Überlebender wünscht: Videos bei  YouTube und sogar bei Vimeo, Fotos bei Flickr, eine Facebook-Fan-Page und selbstverständlich der obligatorische Twitter-Account. Spaßeshalber gibt es noch eine Hotline: 1-877-WEAK-111.
Schade ist nur, dass zufällig gerade alles ausverkauft ist und auch der Hinweis auf eBay keine Resultate zutage fördert. Irgendwie war das zu erwarten. Eine Sekunde lang habe ich wirklich überlegt, mir die eine oder andere Sache zu kaufen.

Schließlich ist hier noch mein Lieblingsspot: YouTube Preview Image

Übrigens ist in China kein Sack Reis umgefallen sondern ein Student…

In Jilin: Wie APN gestern berichtete, hat ein chinesischer Student seinen Zimmernachbarn erstochen, weil dieser zu laut schnarchte. Die ganze Geschichte gibt es hier.

Sprachgedanken, Sprechgedenken, Sprachdank, Denksprache

marcus 28. Februar 2010

Am späten Vormittag, so wie es sich für den postmodernen Bohème gehört, verabschiede ich mich von der scheinbaren Gutwetterlaune der aufgeregten Metropole und mache mich auf den Weg in die beschauliche Ehrlichkeit der sächsischen Heimat.

Im Zug mache ich es mir mit dem Feuilleton meiner Haus- und Hofzeitung bequem. Ich genieße Philipp Theisohns Artikel über die Causa Hegemann. Aus dem schweizerischen Off weht endlich eine ehrliche, unaufgeregte Stimme herüber, die die aufgeheizte Debatte auf die ihr zustehende Tiefe herunterargumentiert. Ich erkenne das als klare Bestätigung meiner Entscheidung, der Heimat einen Besuch abzustatten. Dabei vergesse ich allerdings, dass Hegemanns Vater Professor an der HMT Leipzig ist.

Achtung auf Finger Gegen Mittag sitze ich also vergnügt im Stadtbus und schaue aus dem Fenster auf die spätwinterliche Stadtidylle meiner Kindheit. Mein Blick wandert umher und bleibt verdutzt unterhalb des Griffes kleben: »ACHTUNG AUF FINGER«. Das ist schon ein Schock. In welcher Sprache wird hier versucht, mir etwas womöglich Wichtiges zu verdeutlichen? Deutsch ist es sicherlich nicht. Vielleicht, so versuche ich mich wieder zu beruhigen, ist es kein Fehler sondern Absicht und in Wahrheit eine Hommage an Betriebsanleitungen japanischer Elektronikhersteller der 80er Jahre. Man weiß es nicht.

Yvette Mimiuex & The Morlock. SRC: http://bit.ly/beLlKsIn der Hoffnung, Zerstreuung zu finden, schmökere ich im journalistischen Lokalmatador, der Leipziger Volkszeitung. Doch ich komme nicht weit: Bereits auf der Titelseite wird der stellvertretende sächsische Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Morlok (FDP) mit den Worten zitiert, er stelle »sich rückhaltslos hinter Westerwelle«. Das stimmt einen schon nachdenklich. »Morlok… Morlok… Mensch, das kennst Du doch«, denke ich so für mich. »Mensch? Na klar! Morlocks! H.G. Wells’ The Time Machine in der Verfilmung von George Pal!« Das für sich allein ist schon gespenstisch. Als nächstes stört mich etwas in der Syntax. Ich bin ein Pedant. Das richtige Wort heißt rückhaltlos. Doch auch semantisch ist das selbe Wort grober Unfug: Herr Morlok stellt sich hinter Herrn Westerwelle. Und fällt um. Weil er keinen Rückhalt hat.

Ich bin enttäuscht. Ich will wieder zurück in die offen oberflächliche Hauptstadt. Leipzig, die Stadt, der der größte aller großen deutschen Dichter – um wenigstens einmal meine Deutschlehrerin zu zitieren – in seinem berühmtesten Werk eine eigene Szene zum Geschenk machte, lässt mich in Sachen Sprache so außerordentlich hängen. Doch Johann Wolfgang von antwortet mir in derselben Szene: Nun sag mir eins, man soll kein Wunder glauben!

Im elterlichen Domizil angekommen, muss ich noch eine Sache klären. Ich bin ein Pedant. Wie wird dieses eingeschobene s von Seite eins genannt? War das ein Morphem? Das hatte doch einen eigenen Namen. Also halte ich die Begrüßungszeremonie zur Verwunderung meiner Eltern so kurz wie nötig und stürme geradezu ihre Bibliothek. Der Duden sagt es mir: Fugenlaut. Fugenlaute sind Morpheme. Ich wusste es. Ermutigt lese ich weiter und stoße dabei auf eine dieser spitzfindigen Feinheiten, die die deutsche Sprache so unerlernbar und schön zugleich machen: Wassernot versus Wassersnot. Ersteres bedeutet Wassermangel, letzteres bezeichnet eine Überschwemmungskatastrophe.

Wie schnell sich Antonyme doch bilden lassen und für wie viel Verwirrung man mit einem kleinen Buchstaben sorgen kann. Augenblicklich senkt sich mein Blutdruck, hebt sich meine Laune. Sprache gut, alles gut.

Am Meer

marcus 15. Februar 2010

Dieser Artikel ist der 7. Teil der Serie Gedichte.

Dichter Dunst hochhängender
Wolkendecken will wohl wirklich
die so schön strahlende Sonne
ungestraft übertünchen.

Dicht drängt er eine
weiße Wolkenschicht
scheinheilig hoch
über unserm
unberührten goldgelben
Sandstrand.

Doch die
so schön strahlende Sonne
- ein ewiges Einzelkind -
kennt keine Konkurrenz

Es eilen stark-sanft-stark
wehende Winde um Übleres
- einen todtraurigen Tag etwa -
von vornherein zu zeitigen.

Ergänzend erwärmt
die so schön strahlende Sonne
das darbende Meer mit
ihrer innigen
leidenschaftlichen Liebe.

Dieses dankt ihr,
indem es eifrig
das dunstfreie Firmament feierlich
mit meisterhaft
blauer Brillanz begrüßt.

Inzwischen ist unser
unberührter goldgelber Sandstrand
von vielen Bewunderern
bevölkert.

Sie saugen jenes… ja
bisweilen Bizarre
in ihr Innerstes auf.
Möglicherweise möchte
jetzt jeder einfach eine
Bräunung bekommen.

Die mit Menschen durchdrungene
See säuselt sanft
süße Geschichten gestriger
Zeiten. Zum Zuhören kommt kaum
einer. Eigentlich wollen wir
bloß baden. Einer Erzählung
in inzwischen alt anheimelnden
Klängen kann kein Mensch mehr
folgen. Frustriert macht Meer
was wir wirklich wollen:
Wellen.

050710

Alliterationen zum Valentinstag

marcus 14. Februar 2010

Dieser Artikel ist der 6. Teil der Serie Gedichte.

Sanft salziges Schmachten schafft
wilde Wut. Wollüstig will
eine egoistisch-einnehmende, einfach
kindsköpfig kontrollierte Kicherkaskade
durch dreiste Dunkelheit deprimieren.
Aber angesichts aufrichtig abgöttischer
Liebe lacht Leben lauthals.
Noch nichtigere Narreteien nagen,
von Vielbesserfühlerei völlig verkümmert, vergeblich
am als allgemein als Allerstärksten
bekannten, beiläufig bisweilen Brust
genannten, genau genommen glühendes,
heiliges Herz heißendes Himmelsstück
im Inneren. Immer inniger ist
dieses durch direkten Druck der
langsamen Leidenschaften, lieblich-leichtfüßig
gewordener Gesten, glamourös gewachsener
Seilschaften sowie sensibler Stimmungen
geworden. Genau genommen
hat heute hier heimlich
ein einfacher, eigens entwicklter
plötzlich passierter Putsch plausibel
die derzeitige Demoskopie durchaus
bewiesen. Bekanntermaßen befehlen bei
Verstandessachen Verstandeskräfte. Vielleicht verfügen
aber auch Andere – Außenstehende -
über übungsreiche, übernatürliche – übrigens
friedfertige – Fähigkeiten?
Doch diesem Diktat darf
keiner kleine Kummer klagen.
Freiheit fürs Fühlen!
Demut dem Denken!

Begegnung

marcus 10. Januar 2010

Das Gesicht kenne ich. Vom Foto her ist er es. «Entschuldige, aber bist du nicht der Sebastian?» Er dreht sich verwundert um. «Der die tollen Bilder macht!» Ein geschmeicheltes Grinsen huscht über sein Gesicht. Tatsache, er ist es. «Ich kenne Deine Bilder, sie sind wunderschön.» «Oh vielen Dank!» Er grinst wieder. Ich schaue ihm fest in die Augen: «Eine Freundin von mir hat mir von Deiner Arbeit erzählt, vielleicht kennst Du sie ja…» «Vielleicht.» Er wähnt sich in Sicherheit. Ich begeistere mich so naiv wie möglich: «Ja, sie heißt Clara Friedrich, kennst Du sie?» «Äh. Clara? Äh. Ich weiß nicht…» Ertappt. Seine Begleitung schaut ihn peinlich berührt an. «Doch», bohre ich weiter, «sie erzählt pausenlos von Deiner Arbeit. Sie war auch schon in Deinem Atelier.»  «Wirklich? Naja, es kommen immer wieder Leute, um sich meine Sachen anzusehen.» Er schwimmt. «Ja, tagsüber. Das meine ich aber nicht.» Seine Begleitung weiß Bescheid. «Ich weiß nicht, was Du meinst.» Aha. Er wählt die klassische Tour: dementieren. «Doch, erst gestern Abend war sie da.» Ihr fragender Blick droht ihn zu durchbohren. «Äh gestern?», stammelt er. Mein Blut kocht, doch ich bleibe höflich: «Naja, das hat sie jedenfalls gesagt. Bei mir war sie jedenfalls nicht und ich müsste es eigentlich wissen. Sie kam erst gegen Mittag wieder.» Entsetzen macht sich in seinem Gesicht breit, verletzte Genugtuung in ihrem. «Warst Du nicht bei Stefan?», sticht sie zischend nach. «Doch, schon…» «Naja, aber nach Zehn dann nicht mehr», falle ich grinsend ein. Er ist umzingelt. Ich vor, seine Begleitung hinter ihm. Ich kämpfe mit meiner Wut, sie mit ihren Tränen. Dass sie es geahnt hat, sehe ich ihr an, doch dass es sich bewahrheitet, hat sie bislang verdrängt. «Wie lange läuft das jetzt eigentlich schon zwischen Euch beiden? Zwei Monate? Ein Vierteljahr?» Er bleibt stumm. Was soll er auch sagen? Er ist ertappt worden. Plötzlich fängt er an zu stammeln. Meine Wut legt einen Schalter um, ich höre seine Wortfetzen nicht mehr, sehe nur wie sich seine Lippen zögernd bewegen. Im nächsten Augenblick liegt er im Schnee, der sich langsam rot färbt. Entsetzte Augen schauen mich von unten an. Ich betrachte ihn. Seine Fönfrisur ist vom Schnee aufgeweicht, die Haare kleben am Schädel. Er hat Angst. Ich könnte ihn treten, aber man tritt nicht auf Menschen, die bereits am Boden liegen. Verdammte Moral. Immer diese Moral. Er hätte es mehr als verdient. Ich wende meine Blick von ihm ab, schaue auf seine Begleitung. In ihrem liebevollen Blick auf das ärmliche Häufchen Elend, das sich das schmerzende Gesicht hält, mischt sich ein Hauch Genugtuung. Sie schaut mich an. Verständnis zwischen Verletzten. «Verzeihen Sie die Unannehmlichkeiten.» Sie nickt mit den Augenlidern. Ich schaue ihn an. «Arschloch.» Und gehe weiter.

Ankommen.

marcus 30. Dezember 2009

Dunkelheit. Stille. Nur das leise Brummen der Gefrierbox in der Küche, das durch die geschlossene Tür ins Zimmer dringt, ist zu hören. Langsam taste ich mich bis zur Stereoanlage, um den Wecker für morgen früh zu stellen. Es ist halb drei. Auf dem Heimweg war kein Mensch, kein Auto zu sehen. Die ganze Stadt schläft. Außer mir. Vorsichtig bahne ich mir den Weg zum Bett, lege mich neben sie und krieche unter meine Decke. Ich will sie nicht wecken. Die Kälte von draußen steckt mir in den Knochen. Meine Füße kommen mir vor wie Eis am Stiel. Wäre das nicht eine Geschäftsidee – Eis am Stiel in Schuhgrößen? Guten Tag, wir hätten gern zwei Eis am Stiel. – Selbstverständlich. Welche Größe? - Eine achtunddreißig für meine Freundin und eine zweiundvierzig für mich. Das hat Zeit bis morgen. Ich hauche ihr einen Kuss auf die Wange und drehe mich um. Stille. Die Gefrierbox hört mit einem kurzen Rattern auf zu arbeiten. Sie dreht sich zu mir hin. Ihre Hand tastet unter der Decke nach mir, findet mich. Ihr Körper kommt näher, schmiegt sich an. Ich werde von einer wohligen Wärme durchströmt. Daheim. Draußen wehen Bäume im Wind und lassen die Laternen flackern. Auf dem Wasser blinkt eine Boje einsam umher. Der Mond blinzelt durchs Dachfenster. Ich schmiege mich fester an sie heran, ihre Hitze schmilzt das letzte Eis aus meinem Körper. Ich schließe die Augen. Dunkelheit. Stille.

Beeindruckend

marcus 15. Dezember 2009

Letzte Woche hatte ich Besuch aus Sichuan (China) auf einem FTP-Server. Um genau zu sein, klopfte der Besuch etwa 20.000 Mal entweder als Benutzer «admin» oder «administrator» an. Dem Angriffsprofil nach zu urteilen, handelte es sich wohl eher um einen minderklugen Angreifer, wahrscheinlich das Schlusslicht eines ersten Informatiksemesters. Wer sonst versucht sich so anzumelden. An einem FTP?

Naja, wie dem auch sei. Ich habe den Quellrechner spaßeshalber angepingt. Etwa 150 Millionen Mal. Nur, um sicherzugehen. Das durchschnittliche RTD betrug etwa 350ms. Bis nach Sichuan sind es etwa 7560km. Eine Antwort legt also 15.120km in etwa 350 ms zurück. Das sind 43,2 km/ms, also 43.200 Kilometer pro Sekunde. Das Paket rennt also in weniger als einer Sekunde einmal um den Äquator. Das ist etwa 5,6 mal schneller als ein Space Shuttle. In einer Stunde legt es gar 155.500.000 km zurück.

Das sind so die kleinen Momente, in denen ich trotz allem Digital Nativesein einen kleinen Moment innehalte und dieses riesige, unsichtbare Wunderwerk, Internet genannt, wirken lasse.


Und just in diesem Moment erhalte ich folgende Mail:

Dear Marcus:

On Wednesday, December 9, 2009 at 06:20 (GMT), Project Honey Pot achieved a
milestone: receiving its 1 billionth spam message. The billionth message was
an United States Internal Revenue Service phishing scam sent to an email
address that had been harvested more than two years ago. More than just a
single spam email, the billionth message represents the collective work of
you and tens of thousands of other web and email administrators like you in
more than 170 countries around the world. Together we have built Project
Honey Pot into the largest community tracking online fraud and abuse.

To celebrate this milestone, we sifted through five years of data to learn
more about spam and the spammers who send it. As a small token of thanks for
your help, we wanted to share some of our more interesting preliminary
findings. Click the following link for the Full Report:

http://www.projecthoneypot.org/1_billionth_spam_message_stats.php

Highlights include:
- Monday is the busiest day of the week for email spam, Saturday is the
quietest

- 12:00 (GMT) is the busiest hour of the day for spam, 23:00 (GMT) is the
quietest

- Malicious bots have increased at a compound annual growth rate (CAGR) of
378% since Project Honey Pot started

- Over the last five years, you'd have been 9 times more likely to get a
phishing message for Chase Bank than Bank of America, however Facebook is
rapidly becoming the most phished organization online

- Finland has some of the best computer security in the world, China some
of the worst

- It takes the average spammer 2 and a half weeks from when they first
harvest your email address to when they send you your first spam message,
but that's twice as fast as they were five years ago

- Every time your email address is harvested from a website, you can expect
to receive more than 850 spam messages

- Spammers take holidays too: spam volumes drop nearly 21% on Christmas Day
and 32% on New Year's Day

- And much more.....

We have published it under the Creative Commons Attribution license, so
don't hesitate to share anything you find interesting. In the end, we
couldn't have gathered this data without you.

Thank you for all your help over the last five years. Here's to wishing you
happy holidays and a relatively spam-free New Year.

Sincerely,

The Project Honey Pot Team

Hier ist übrigens der Link zur Seite.

Wer lesen kann…

marcus 20. November 2009

Es gibt Entscheidungen, bei denen man nur verlieren kann. Das Reziproke einer Win-Win-Situation. Nullsummentheoretisch muss es sie auch geben, die Lose-Lose-Situation.

Einige dieser Entscheidungen lassen sich durch Logik, andere übers Bauchgefühl treffen. Wenn aber beides nichts hilft, wenn die Logik das Für und Wider diskutiert und doch zu keinem Schluss kommt, wenn sich der Bauch zu einem Knoten zusammenzieht, wenn ich keine Antwort von außen erwarten kann, dann suche ich mein Heil in der letzten Instanz. Zu ihr komme ich übers Schreiben, über Musik oder den Besuch besonderer sakraler Bauten.

Das letzte Mal als ich mich entscheiden wollte, in welcher Hinsicht ich verlieren werde, war ich in Lund. Das Schreiben half nichts, ich drehte mich im Kreis, die richtige Musik war nicht dabei, also ging ich zum Dom. Der war verschlossen. Meine Zeit war nun aber knapp bemessen, weil ich erwartet wurde, daher setzte ich mich auf eine Bank und versuchte es trotzdem mit dem spirituellen Uplink. Mürrisch wurde mir zugehört, mein Sinnen, mein Zweifeln wurden zwar verstanden und hingenommen, doch lautete die Antwort nur «Tue, was Du denkst, tun zu müssen». Das war keine wirkliche Hilfe. Ungeduldig wie ich nun einmal bin, verlangte ich ein Zeichen und weil es weder Schwefel und Feuer auf mich regnete noch ein Regenbogen mir erschien, fällte ich meinen Entschluss.

Heute fand ich eine Werbung in meinem neuen Briefkasten. Darauf stand: «Das hat Gott für Dich getan.» «Danke», dachte ich mir, «das wäre aber echt nicht nötig gewesen.»

Eine Weile später dachte ich mir: «Für ein Zeichen ganz schön spät».

Jetzt fällt mir ein, dass ich das Zeichen schon vor Augen hatte, noch bevor ich darum bat: Der Dom war geschlossen. Wegen einer Hochzeit.

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